Zur Person

Markus J. Prutsch, geboren 1981 (Wagna, Österreich), studierte Geschichte (Mag. phil.) und Politikwissenschaft (Mag. phil.) an den Universitäten Salzburg (Österreich) und Heidelberg (Deutschland). Im Dezember 2005 wurde ihm der Würdigungspreis des Österreichischen Wissenschaftsministeriums verliehen. Zwischen 2003 und 2006 arbeitete Markus J. Prutsch als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Salzburg und Heidelberg und als Forschungspraktikant am Militärgeschichtlichen Forschungsamt Potsdam (Deutschland). 2006 wurde er Forscher am Europäischen Hochschulinstitut (Florenz, Italien), wo er seinen Master of Research (2007) und sein Doktorat (2009; verliehen mit besonderer Erwähnung) absolvierte, dies mit Spezialisierung auf die politische Geschichte und Theorie des frühen 19. Jahrhunderts und Fragen konstitutioneller Transfer- und Rezeptionsprozesse in der nachnapoleonischen Ära im Besonderen. Zwischen 2009 und 2012 war Markus J. Prutsch Forscher (Research Fellow) an der Universität Helsinki im Rahmen des vom Europäischen Forschungsrat (European Research Council) finanzierten internationalen Forschungsprojektes Europe 1815-1914. Seit Dezember 2011 ist er als Verantwortlicher Wissenschaftler und Forschungsadministrator im Europäischen Parlament tätig, zuständig für das Politikfeld Kultur und Bildung.

Markus J. Prutsch ist Kollegiat der Heidelberger Akademie der Wissenschaften sowie Lehrbeauftragter der Universität Heidelberg und leitet das internationale Forschungsprojekt Science, Numbers and Politics. Er hat Gastvorträge und Vorlesungen an Universitäten und auf Konferenzen in zahlreichen europäischen und außereuropäischen Ländern – darunter die Vereinigten Staaten und Indonesien – gehalten. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch, der ihm 2009 für seine Abhandlung Fundamentalismus. Das „Projekt der Moderne“ und die Politisierung des Religiösen verliehen wurde. Seine Hauptinteressen liegen auf dem Gebiet der Europäischen politischen und Verfassungsgeschichte, politischen Theorie und Philosophie, vergleichenden Demokratie- und Diktaturforschung, sowie der Identitätsstudien.